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17.02.2017, 12:14 Uhr
Kontinuierliche Warenströme sind Voraussetzung für nachhaltige Wertschöpfung in der Landwirtschaft
AK Küste der CDU/CSU-Fraktion im Gespräch mit Getreidehandel-Experten
In der Landesvertretung Schleswig-Holstein traf sich der Arbeitskreis Küste der Unions-Bundestagsfraktion mit Vertretern des Vereins der Getreidehändler der Hamburger Börse (VdG):

In seinem Einführungsstatement machte VdG-Vorstandsmitglied Thorsten Tiedemann deutlich, dass die Getreide-Nachfrage weltweit kontinuierlich weiter steigen werde: „Jede Tonne Weizen, die in Deutschland auf Grund diskussionswürdiger Einschränkungen nicht mehr produziert werden kann, wird dann im Ausland hergestellt – aber unter schlechteren, weniger nachhaltigen Bedingungen.“ Deutschland sei ein landwirtschaftlicher Vorzugsstandort, der unter umweltfreundlichen Bedingungen produziere und dadurch ein Vorbild für andere Regionen der Welt sei, ist sich Tiedemann sicher.
 
Voraussetzung für eine nachhaltige Wertschöpfung im landwirtschaftlichen Bereich seien kontinuierliche Warenströme über alle Verkehrssysteme hinweg. „Unsere Infrastruktur ist deswegen ein echter Vorteil im internationalen Wettbewerb. Daher sind wir der Bundesregierung auch dankbar, dass sie weiterhin so massiv in die unterschiedlichen Verkehrsträger investiert“ hob der VdG-Vertreter hervor, forderte gleichzeitig aber, dass notwendige Infrastrukturprojekte endlich schneller umgesetzt werden müssten.
 
Unterstützung kam hierfür aus dem Küstenkreis: „Wir brauchen Beschleunigungen und Vereinfachungen v.a. im Bau- und Planungsrecht. Hier müssen sich die anderen Parteien endlich bewegen und sich mehr für den Wirtschaftsstandort Deutschland engagieren“ ist Philipp Murmann, Vorsitzender des AK Küste, überzeugt. Gleichzeitig appellierten Vertreter des Küstenkreises aber auch an den Verband, sich in dieser Frage stärker in die öffentliche Diskussion einzubringen und die inhaltliche Auseinan-dersetzung mit Umweltlobbyisten zu suchen. Dies helfe dabei, die berechtigten Verbesserungen auch tatsächlich politisch umsetzen zu können.
 
Einig war man sich auch in der Frage des Freihandels. „Ohne Zugang zu freien Märkten verlieren wir Arbeitsplätze quer durch alle Wirtschaftsbereiche. Protektionismus lässt zudem die Preise ansteigen und verhindert Innovationen“ stellte Murmann klar und ergänzte abschließend „Ob CETA oder TTIP – als Union stehen wir zum Freihandel als Grundlage für unseren Wohlstand. Grüne und Sozialdemokraten müssen den Wählern erklären, wie sie ohne Zugang zu freien Märkten sichere und innovative Arbeitsplätze in Deutschland erhalten wollen. Wirtschaftliche oder echte Mauern zu bauen, wie US-Präsident Trump es möchte, ist dabei keine Lösung!“